umgang-handeling


 How to handle Latrodecti
(English version below)
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Wie hantiere ich eine Schwarze Witwe?
How to handle a Widow spider
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Schwarze Witwen sind eigentlich wahre Schauspinnen,
oder wie die Amerikaner sagen: „Display-Arachnids“.
 
Das heißt das man sich mit Latrodecti eigentlich nicht aktiv beschäftigt.
Es ist ja schließlich nicht so, das man Schwarze Witwen jeden Tag
dem Terrarium entnimmt um sie mal kurz auf der Hand zu halten
oder sie ins Wohnzimmer herumkriechen zu lassen, wie das bei vielen
Vogelspinnen der Fall ist.
 
Sobald eine Witwe (adult) einmal ihr eingerichtetes (definitives)
Terrarium bekommen hat sollte man sie am besten in Ruhe lassen
und sie passiv beobachten.
 
Da eine Schwarze Witwe (Weibchen) im Durchschnitt ca. 2 Jahre lebt
kommt es trotzdem vor das man die Spinne mal dem Terrarium ent-
nehmen muss um dies sauber zu machen oder ähnliches. In diesen wenigen Ausnahmefällen geht man am besten folgendermaßen mitden Tieren um:
 
   *Vorhin möchte ich noch etwas wichtiges mitteilen (ein guter Tipp)
Egal Wann und Wo man als Hobbyist mit Latrodecti in Kontakt kommt:
 
         ! Sei vorbereitet auf was du machen willst/tun wirst !
 
è Alle benötigten Materialien und Gegenstände sollten vorher
zurecht gelegt werden und jederzeit binnen Handbereich sein
damit man nicht etwa noch mit der Spinne umherlaufen muss
für eine Plastikdose oder Papier, o.ä. …
 
Nun: Wie geht man am besten um mit Latrodecti?
 
A.   Berühre die Spinnen niemals mit den Händen!
Das heißt wörtlich: Gehe nicht mit der Hand ins Terrarium. 
      
B.    Benutze einen langen glatten Gegenstand um die Spinne
dort hin zu „LENKEN“ wo man sie haben will.
Ich benutze dafür eine lange, dicke Stricknadel oder einen 30 cm
langen (5 mm Durchmesser) Stiel eines Pinsels. Beide sind sehr glatt
denn sie sind gelackt! Auf normales Holz (einen Ast) hat eine Witwe
sehr guten Haltund kann dann „ziemlich“ schnell laufen wenn sie
will, etwa so schnell wie ein Heimchen über den Boden laufen kann.
 
C.    Verwende Plastikbehälter (Heimchendosen mit Küchentuch)
            um die Spinne in der Zwischenzeit unter zu bringen.
            Dabei benutzt man natürlich einen langen gegenstand.(A)
            Witwen sind neugierige Tiere, wenn man einen langen Gegenstand
            ins Terrarium hält und die Spinne ein bisschen dirigiert, wird sie
            schließlich daran fest halten.
 
 
So geht es am besten (Komplettbeschreibung):
 
1) Halte den Stab in der Nähe der Spinne, am besten hinter ihr.
Sobald die Witwe etwas spürt ist Ihre erste Reaktion meistens hin zu laufen
und den Gegenstand mit den langen Vorderpfoten ab zu tasten und/oder
sofort einig klebrige Fänden Spinnenseide darüber zu schlingen. Es könnte
schließlich ein Beute sein den bei Ihr steht fast jedes Insekt auf dem Menu.
(Dies ist durchaus gut denn dann ist das ende des Stabes nicht so glatt.)
  
2) Mit großer Wahrscheinlichkeit ist Ihre nächste Reaktion sich
um zu drehen und mit Ihren Vorderpfoten den Stab ab zu tasten.
Mit ein Bisschen Glück klettert sie danach auf den Stab um zu ent-
decken wo die „Störung“ in Ihrem netz hin führt.
Dabei denkt sie natürlich hauptsächlich an beute doch ist jeden Moment
auf einen Angreifer vorbereitet (wie bei fast allen Spinnen oder Spinnenartige).
Dann hat man erreicht was man will und zieht den Stab vorsichtig,
gleichmäßig und langsam aus dem Terrarium und führt ihn zu einer
durchsichtigen Plastikdose oder ähnliches.
 
3) Falls die Spinne nicht* auf den Stab klettert hat sie entweder
kein Interesse daran oder, und das ist meistens eher der Fall,
die Witwe hat Angst davor.  Dann wird sie versuchen entweder
so schnell wie möglich davon weck zu laufen oder sie wird den Stab
mit den Vorderpfoten einige male hart „anschlagen“ um deutlich
zu machen das es ein unwillkommener Gast in ihrem Netz ist.
Das ist wörtlich eine Warnung! Auf ein kleines Insekt wirkt es sehr imponierend!
Wie bereits einige male erwähnt, ein Schwarze Witwe beißt eigentlich nie sofort
es sei denn im äußersten Notfall, wenn sie zum Beispiel fast erquetscht oder
anderweitig hart angepackt wird. In sofern ich das natürlich beurteilen kann,
schließlich wurde ich zum Glück noch nie gebissen!
 
*Man sollte dann versuchen mit anderen Tricks und
etwas Geduld die Spinne dazu zu bewegen auf den Stab zu steigen.
Oder man kann sie aus den Terrarium raus geleiten durch das Tier
immer sanft in einer gewissen Richtung zu zwingen. Sobald sie dann
aus dem Terrarium kommt kann man die Spinne direkt in einer dose tun
indem man sie davor hält oder man versucht sie wiederum auf einen
langen Gegenstand klettern zu lassen und führt die Witwe so bis zur box.
 
4) Am besten nimmt man hierfür eine durchsichtige Plastikdose,
wie etwa eine Heimchendose, und füllt diese mit einem Stück Küchen-
Tuch. Der Deckel sollte bereits vor dem ganzen Vorgang von der Dose genommen werden. Das Papier sorgt für einen guten Halt. Wenn man
die Spinne nahe genug daran hält (so das sie es ertasten kann) wird sie sich,
mit etwas Geschick, daran festhalten. Dann nimmt man den Deckel der
Dose und schließt sie schnell doch vorsichtig ab. Achte dabei auf die Pfoten.
Falls die Spinne nicht ohne weiteres vom Stab möchte sollte man sie eventuell mit
einem zweiten Stab oder den Deckel der dose „vorsichtig“ zwingen aufs Papier
zu steigen durch ihr einfach den weg zu versperren wo sie nicht hin soll, oder anderes.
 
5) Sobald das Terrarium gesäubert ist, oder was immer man auch vor hatte,
folgt man einfach denn ganzen Vorgang noch mal um sie wieder zurück zu setzen. Das Reinsetzen der Spinne kann aber auch wesentlich simpler.
Wenn das Terrarium groß genug ist kann man einfach den Plastikbehälter
offen rein stellen. Eine Witwe wird entweder ziemlich schnell selber raus kriechen indem sie die ganze Zeit mit den Vorderpfoten abtastet was auf
Ihrem weg alles vor sie liegt oder man sollte dies wiederum mit einem
langen Gegenstand „vorsichtig“ erzwingen. Sobald die Spinne einmal Ihr
altes Netz berührt (falls noch etwas davon übrig ist) erkennt sie es sofort
wieder und wird um einiges ruhiger, doch geschwind in Ihr Nest Schutz
suchen (meistens unter Blätter oder ähnliches) oder den Stab wiederum
deutlich machen das er immer noch nicht willkommen ist. Falls kein Netz vorhanden ist lässt man sie einfach irgendwo im Terrarium auf etwas stabiles absteigen.
 
6) Nun sollte man die Spinne Ihre Ruhe gönnen. Am besten in dem man
das Terrarium nicht mehr berührt. Witwen fühlen sehr gut Vibrationen
in ihrem netz. Vibrationen bedeuten Aktivität!
   
Hier beginnt der Punkt wo man wieder passiver Beobachter wird ;-)
 
7) EINE EINZIGE WARNUNG:
 
Meiner Meinung nach ist der Faden einer Schwarzen Witwe,
nach Ihrem Bis, ihre gefährlichste Waffe. Damit meine ich:
 
                           ! Gefährlich für (unachtsame) Hobbyisten !
  
Dieser Faden ist nämlich extrem stark. Ein Insekt kann den faden
einer Schwarzen Witwe nicht durchbeißen. Es gibt sogar Versuche
kugelsichere Westen daraus her zu stellen oder es hierfür zumindest
synthetisch zu reproduzieren. Darüber hinaus ist er extrem dünn.
Er ist sogar so dünn das junge Witwen (spiderlings) ihn als Fallschirm
benutzen um durch die Luft zu „reisen“ sobald sie aus dem Kokon
geschlüpft sind. So verteilen sie sich nämlich in der Natur.
Unter den meisten Lichtverhältnissen ist der draht einer Witwe
natürlich unsichtbar!
 
Nun, weil dieser Faden fast unendlich und „Konstant“ aus ihre
Spinnwarzen fließt ist diese Kombination eine ziemlich gefährlich Sache.
Der Faden hält sogar ein adultes Weichchen ohne Probleme in fast jeder Situation. Das heißt man sollte hierauf sehr gut achten denn er ist
nebenbei auch noch ziemlich elastisch!
     
zBsp. : Wenn man den Stab aus dem Terrarium zieht
wenn man die spinne gerade reingesetzt hat.
Falls man dies unachtsam (schnell) tut und die Witwe
ist noch immer mit ihrem Draht daran befestigt
dann könnte sie vielleicht den Gegenstand wo sie drauf sitzt
loslassen und von ihrem Draht in die Gegenrichtung katapultiert werden.
Also genau auf dich zu!
   
…Auch bei Photo-Shoots außerhalb des Terrariums ist der draht einer Witwe
eine Gefahr da die Spinne fast konstant versucht zu flüchten und der Faden
so leicht ist das er auf warme Luft nach oben steigen kann und dabei an Kleidung
und alles mögliche  hängen bleibt.
(Sie will dabei natürlich nur ins dunkele gelangen und in Ruhe gelassen werden)
Nicht das es immer vorkommt, aber wenn die Spinne doch so viele Flüchtversuche
unternimmt, dann hat sie nach 10 Minuten Fotos knipsen meistens schon einiges
an faden verteilt. Achte bitte darauf!
  
Wenn man das Terrarium einer Witwe ins richtige Licht (richtiger Winkel)
hält wird man erstaunt sein wie Groß Ihr netz eigentlich in Wirklichkeit ist.
L. bishopi benutzt gerne die ganze Oberseite des Terrariums (also 20x20cm).
Da Latrodecti ein 3-Dimensionales Netz bauen geht dies bei der Roten Witwe
sicherlich 15 cm tief, oder bis zum Boden wenn die Beute im Terrarium nicht
nach oben klettert.
  
Bemerkung: Diese Beschreibung ist sehr (zu) ausführlich.
Wenn man einmal selber Latrodecti hat wird man natürlich
seine eigenen Methoden entwickeln. Ich stelle diesen Text nur
so ausführlich online weil dies eines der häufigst gestellten
Fragen ist und ich all denen eine deutliche Antwort bzw.
Vorschlag geben wollte ;-)
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Tom Simons (25/01/07)
 
 
            
How to handle Latrodecti (English version)
*******
 
    
Latrodecti should be considered as true show spiders.
They are "Display Arachnids".
 
It means that a Latrokeeper shouldn’t actively be occupied with this spider.
After all, you don’t take a widow out of here enclosure once in a while to
let her walk on your hand or across the living room, witch is done with most tarantulas.
 
Once a Latrodectus (adult) gets settled in her (final) decorated enclosure
she shouldn’t be bothered anymore and only be “passively” observed.
 
However, since a female widow spider approximately lives about 2 years
the need to get her out of her enclosure might occur, to clean the tank or
something else. At these “rare” occasions a good way to proceed is the
following:
  
*First of all I would like to tell something important (a good tip)
No matter When or Where you get in contact with a Latrodectus spider
as a hobbyist:
 
“Be prepared for what you want/are going to do”
 
è All needed materials and objects should be put in place before starting
and should be in (arm)range at all time. That way you don’t have to run
across the room holding the spider, searching for a plastic box or tissue, etc.
 
Well, how do I handle Latrodecti?
 
A.    Never touch a widow spider with your hands.
This actually means: Keep your hands out of her enclosure.
 
B.     Use a long smooth stick to “lead” the spider
       to where you want her to go.
I use a long broad knitting needle or a 30 cm long (5 mm in diam.) wooden stick of a paintbrush. Both are very smooth since they are varnished. On normal wood (like a branch) a widow has good grip
witch enables her to run quite fast if she wants to, comparable to the speed of a cricket running across the floor.
 
      C. Use plastic containers (like cricket boxes) with some paper 
            tissue in it to temporarily accommodate the widow.
            To do this, you “off course” use a long stick. (A)
            Widow spiders are curious animals. If you hold a long stick into their
            enclosure and do the right movements, she will eventually grab on
            to it.
 
This is the way it works best (complete description):
 
1)   Hold the stick near the spider, behind her if possible. As soon as she
notices something behind her, her first reaction likely will be to run to-
wards it and check(touch) it with her giant front legs(pedipalps) and/or
she will immediately wrap it with some sticky silk threads.
After all, it could be a pray!
This is a good thing, that way the outer en (spider-end) of the stick isn’t too smooth.
 
2)   Most likely her next reaction is to turn around and check(touch) the
stick with her pedipalps. With a bit of luck she than grabs on to the stick to
look where this “disturbance” in her web is leading to.
Thereby her main focus is food of course (and curiosity) but she is always prepared for any enemy (like all spiders and spider like animals)
Thereby you have reached your goal and you should extract the stick
very gently, smooth and slow from the enclosure and lead it(her) to a
plastic container or likewise.
 
3)   If the spider doesn’t* want to attach to the stick she either has no
interest in it, or most likely, she is afraid of it. Than she will either run
away from it or she will hit the stick roughly a couple of times with her
front legs to tell him that he’s not welcome at all in her web.
This is actually a warning! It works very imposing on small insects!
As already mentioned before, a widow spider normally doesn’t bite immediately.
Only when she has an egg sac to protect, when she threatens to get get crushed
or she is dealt harsh with in other ways.
Off course that is for all I know, luckily I have never been bitten by any of them.
 
*At that point you should try to get the spider to (eventually) grasp onto
the stick by using some tricks and a lot of patience. Or you can simply try
to guide the widow out of her enclosure by gently “forcing” her into the
desired direction. As soon as she gets out of the tank you should be able to
put her directly into her temporary plastic box by holding it in front of her
so that she can climb in to it all by herself. Or you can try the stick again.
Once she has a hold of it you should be able to lead her to the box.
 
4)   The best containers to use are small transparent plastic containers,
like cricket boxes. You should put some paper tissue in it as a filling.
The lid of the cricket box should already be removed at the beginning of
the procedure, before the spider is taken out. The paper tissue provides the spider with good grip. If you hold the spider next to it (so that she is able to touch it) she will, with some skilled movements, attach onto it.
At that moment she crawls onto it you should quickly but cautiously close
the lid. Mind the long fragile legs!
If the widow doesn’t want to get of the stick you should, perhaps with a
second stick or the transparent lid of the temporary cricket box, gently
force her to climb onto the tissue.
 
5)   As soon as her normal enclosure is cleaned, or whatever it is you took
her out for, you should simply follow the steps above again to get her back home. Putting her back can be done much easier though. If the enclosure is
large enough you can simply put her “opened” temporary box in the tank.
A widow will either crawl out all by herself shortly after, using her front
legs to sense everything that is in front of her.
Or you should, once again, try it by gently “forcing” her with a long object.
As soon as she touches her old web (if there is anything left) she will
recognize it immediately and be a bit more at ease. Nevertheless she
will hurry into her hiding place (retraite), or once again, she will inform
the stick that he’s not wanted in her web. If nothing of her old web should remain in the enclosure, you just put her down on a stable surface inside the enclosure where she can climb onto and walk away.
 
6)   Now the widow should given some time to recover.
The best way to do this is by not touching her enclosure.
Widows, and their webs, are very sensitive to vibrations.
Vibrations mean activity!
 
At this point you should become the “passive” observer again.
 
7) One single Warning:
In my opinion the widows silk wire is, besides the bite,
her most powerful weapon. Hereby I mean:
 
! Dangerous to the careless hobbyist !
 
The wire of a widow is extremely strong. Insects can not bite trough it.
There are even projects to make bulletproof vests out of it, or at least
reproduce it synthetically for the same purpose. Beyond that, the silk thread
is very thin. In fact it is so thin that Latrodectus spiderlings use it as a sort of parachute to glide trough the air to disperse themselves into nature after
they are freshly hatched. Under most light conditions the widows wire is
invisible of course.
 
Well, because the production of this wire is almost endless and flows continuously out of her spinnerts when she is on the walk, it is a dangerous, invisible tool. Her wire holds an adult female Latrodectus without a
problem in almost any normal circumstances. Always pay attention to her
wire especially since it is also quite elastic.
 
For example: If you take out the stick of the enclosure
after you just put her back into the enclosure.
If you pull back the stick too harshly(quickly), while the widow is still attached to it,
she could let go of the object she is holding onto and get propelled into the opposite direction by here (elastic) wire. That is in your direction!
 
At photo-shoots outside the normal enclosure a widows wire can be of great
danger too.Because the spider almost constantly tries to escape the scene and
her wire therefore is produced non-stop to ensure her steps. Furthermore the wire
is so light that it can float on warm air and gets attached to almost anything
it comes in contact with. Off course the widow isn’t trying to wrap you for dinner,
she is merely trying to escape to reach a dark place where she is safe.
Not that this happens “all the time” at photo shoots but if the spider makes a lot of
escape-attempts she will have produced quite a bit silk after 10 minutes of camera-
time . Please pay attention to this!
 
If you put the enclosure of a Latrodectus spider in the right light conditions
(right angle) you will be amazed how big her web actually is.
 
L. bishopi uses the whole sealing of my enclosures (20x20cm).
Since Latrodecti make 3-dimensional webs, the red widow goes
down to 15 cm, using the complete upper half of the enclosure,
for web building. Sometimes they even build till they reach the ground
(the whole 30 cm), if insects inside the enclosure tend to stay at the bottom.
 
  
Remark: This explanation is very(to) detailed. Once you have
kept Latrodecti for a while you will develop your own methods.
I only made the text so detailed because this one of the most
frequently asked questions and I wanted to provide all of them
with a suitable answer (solution)
Tom Simons (31/01/07)
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